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Medikamente wirken bei Frauen anders als bei Maennern |
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Beispielsweise wirken Medikamente bei Frauen anders als bei Männern. Allergiemittel, Antibiotika, Beruhigungstabletten, Schlafmittel, Blutdrucksenker und Herzmedikamente werden häufig unterschiedlich umgesetzt. Wenn Frauen Schmerzen haben und diesen mit Paracetamol abhelfen möchten, benötigen sie eine geringere Dosis. Aber die Mehrheit der Wirkstoffe wird an Männern getestet und die Ergebnisse anschließend auf das andere Geschlecht übertragen. Aus diesem Grund erhalten Frauen bei Arzneimitteln oft eine wissenschaftlich nicht präzise untersuchte Dosierung.
Selbst wenn manche Frauen über Stimmungsschwankungen klagen - das Auf und Ab der Hormone hat auch positive Wirkungen: So sind Frauen von Natur aus besser vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen geschützt. Lange Zeit glaubten Mediziner sogar, dass der Herzinfarkt reine Männersache sei. Unter anderem, weil er sich bei Frauen oft anders auswirkt. Sie klagen häufiger über Übelkeit, Erbrechen, Atemnot und Oberbauchschmerzen, manchmal auch Über Müdigkeit und Schwindel. Kein Wunder, dass sie im Notfall oft nicht an einen Herzinfarkt denken — und die Klinik im Schnitt 40 Minuten später erreichen als Männer, was ihre Heilungschancen deudich verschlech-tert.Viele Ärzte tun sich ebenfalls schwer, gleich zu erkennen, worum es geht: „Bei Frauen wird die Diagnose einer Herz-Kreislauf-Erkrankung oder eines Infarktes immer noch zeitverzö-gert gestellt", betont Professor Vera Regitz-Zagrosek vom Zentrum für Geschlechterforschung in der Medizin der Charite Berlin.
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